Spannende Lektüre

Im Bioladen hat Frauchen auf der Hauszeitschrift einen Border Collie entdeckt. Weil sie wusste, dass mich die Geschichte über den Kollegen oder die Kollegin, der/die bestimmt an Schafen und nicht mit Schülern arbeitet, interessieren würde, hat sie mir ein Exemplar als Lektüre mitgebracht.

Familie Scheffler und ihr Border Collie
Familie Scheffler und ihr Border Collie. Quelle: Alnatura Produktions- und Handels GmbH (2016): Unsere ABBI Bauern. In: Internetseite der Alnatura Produktions- und Handels GmbH. http://www.alnatura.de/de-de/ueber-uns/alnaturabiobauerninitiative/unsere-abbi-bauern. Letzter Zugriff 08.04.2016

In dem Beitrag kommt der Border Collie gar nicht vor! Vielmehr ist die Rede von dessen Herrchen, der nach einem Urlaub seinen Betrieb auf biologische Landwirtschaft umgestellt hat. Zunächst musste er aus gesundheitlichen Gründen seine eigene Ernährung umstellen. Der veränderte Ernährungsplan bewirkte, dass Matthias Scheffler 16 Kilo abnahm und nicht mehr von Allergien geplagt wurde. Natürlich passte in der Folge nicht mehr seine Produktionsweise zu seiner neuen Lebenseinstellung und er begann daraufhin mit der oben schon erwähnten Umstellung  auf biologische Landwitschaft. Bestimmt geht es nun den 120 Rindern der Schefflers – wie auch Herrn Scheffler selbst – besser, weil sie artgerechter gehalten werden. Eines der Rinder durfte, wie ihr auf dem Bild sehen könnt, sogar seine Hörner behalten. Die Mehrheit der deutschen Rinder wird vermutlich nicht so viel Glück haben.

Mich hat das zum Nachdenken gebracht:

Wie sieht es wohl mit uns Hunden aus?  Wenn ich unterwegs bin, bekomme ich manchmal auch den Eindruck, dass viele – die Mehrheit? – meiner Artgenossen ebenfalls wenig Glück hatten: Es findet keine Kommunikation statt, mit ihnen wird nicht gesprochen. Stattdessen werden sie an der Leine den Weg entlang gezerrt oder sogar mit der Leine – selbst, wenn sie ein Halsband tragen müssen – hochgerissen. Mein Nachbar, der Bruno, hat immer ein wenig Respekt vor anderen Menschen und Hunden. Vorsichtshalber bellt er mit seiner dunklen Stimme immer laut und die Bürste auf seinem Rücken spiegelt seine Aufregung wider. Seine Besitzer ziehen ihn dann immer am Ohr, das hilft aber nichts – schon seit Monaten. Wahrscheinlich bellt er schon, weil er denkt, das unangenehme Ziehen am Ohr komme gleich wieder, weil er uns sieht… Ich vermute, dass Bruno auch gar nicht versteht, was er anders machen soll. Eigentlich ist der nämlich ganz okay, glaube ich.

Was ist euer Eindruck? Wird die Mehrheit von uns Hunden artgerecht gehalten und erzogen oder sind unsere zweibeinigen Partner noch zu sehr in alten Vorstellungen verfangen? Und schließlich: Ist eine artgerechte Haus- und Nutztierhaltung überhaupt möglich?

Ich freue mich auf eure Meinungen!

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